Wer früher stirbt ist länger tot
Sebastian ist das, was man in Bayern gern als Lausbub bezeichnet. Was sich auch gut trifft, denn der Film spielt in Bayern. Oberbayern genauer gesagt.
Als durch seine Schuld, die Stallhasen des Hofes ums Leben kommen, bindet ihn sein Bruder im Keller fest und redet ihm ein, er wäre auch am Tod ihrer Mutter Schuld. Denn diese ist bei seiner Geburt gestorben.
Und da er schon einige Sünden angesammelt hat, und Angst vor dem Fegefeuer hat, will Sebastian alles unternehmen, um unsterblich zu werden.
Leider nimmt er dabei die Ratschläge eines Stammtisches der väterlichen Wirtschaft ein wenig zu wörtlich.
Viel schwarzer Humor, einige stark an David Lynch erinnernde Szenen und eine Geschichte, die nirgendwo anders, als in einem oberbayrischen, katholischen Ort spielen könnte, das sind die Zutaten dieses wirklich gelungenen Filmes.
Die Darsteller, auch die der Kinder, können vollends überzeugen, auch die Kameraarbeit ist auf einem großartigen Niveau. Einzig die letzten zwanzig Minuten sind etwas zu lang geraten, da hätte der Regisseur durchaus noch etwas kürzen können.
Für mich einer der besten deutschen Filme der vergangenen Jahre.
McSilent - 3. September, 10:01
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