Samstag, 17. März 2007

March Madness

Seit dem Spätsommer habe ich NASN. Als Basketballfan war ein Grund dafür natürlich die March Madness, die Play-Offs im amerikanischen Collegebasketball. Schon viel habe ich darüber gehört und gelesen, (die besten Berichte in der deutschsprachigen Blogosphäre gibt es natürlich bei kais allesaussersport) aber wie spannend das wirklich ist, hätte ich nicht gedacht.

Gestern abend starrte ich oftmals gebannt auf den Fernsehschirm, behielt gleichzeitig das gezeigte Spiel und die angezeigten anderen Zwischenergebnisse im Auge - so muss eine Konferenz ausschauen, so hätte ich mir auch die Übertragungen bei der Handball-WM gewünscht.
Für ein Turnier in einer so schnellen Sportart die ultimative Übertragungsart, wenn viele Spiele gleichzeitig laufen.

Während der laufenden Saison habe ich ein wenig ein Herz entdeckt für die Oregon Ducks. (und das liegt jetzt nicht daran, dass Donald Duck ihr Maskottchen ist - übrigens mit Erlaubnis der Walt Disney Company). Alles begann bei einem Derby gegen Oregon State. Mich begeisterte nicht nur die sehr offensive Spielweise auch das mitreißende Anfeuern der Mannschaft, wenn sie Defense spielt. Hierbei hüpfen fast alle Zuschauer auf der Tribüne rhytmisch auf und ab und machen dabei möglichst viel Lärm - allerdings mit einer stets vorhandenen Fairness, und ohne zu Pfeifen.

Und irgendwie wirkten die Ducks auch bei den folgenden Spielen nie überheblich oder unschlagbar, und waren trotzdem erfolgreich. Klar, dass ich dem Team auch während der March Madness die Daumen drücke. Gestern abend ging es gegen Miami (Ohio). Oregon tat sich schwer, es dauerte beinahe fünf Minuten bis man die ersten Punkte machen konnte. Anschließend legte man einen 20:0 Lauf aufs Parkett, richtig absetzen konnte man sich nie, so dass Miami wieder aufholen konnte. Die Ducks hatten allerdings zum Schluss das bessere Händchen bei den Freiwürfen, so dass man das Spiel mit 58:56 gewann.

Die March Madness waren und sind für mich tatsächlich mal ein Grund am Freitag daheim zu bleiben, der andere Grund war aber natürlich, dass ich heute Vorlesung / Unterricht hatte. Diese acht stunden operatives Controlling und Unternehmensplanung haben regelrecht geschlaucht, so dass ich soeben beschlossen habe, auch den heutigen Abend lieber auf der Couch zu verbringen. March Madness.

Freitag, 16. März 2007

Flutsch & Weg (Flushed Away)

flutschweg


Wallace & Gromit dürften im Animationsbereich wohl die letzten überlebenden Figuren erzeugt mit Stop-Motion-Technik sein. Stop-Motion bedeutet, dass die Figur per Hand für jedes Bild ein wenig bewegt wird. Durch das Aneinanderreihen der Bilder entsteht dann der Film.
Die von den beiden handelnden Kurzfilme hatten immer ihren eigenen Charme, hinzu kamen grandios krude Geschichten, deren Humor immer genau die Gradwanderung zwischen typisch britisch und auf dem Kontinent trotzdem gut verständlich schafft.

Nun haben die Kreativköpfe hinter den Knetfiguren ihren ersten Ausflug in den Bereich modernster Filmtechnik gewagt: den CGI-Animationsfilm, also am Rechner entstandene Trickfilme. Zu Beginn ist die Optik ungewöhnlich glatt, mit dem zunehmenden Film orientierte man sich jedoch am Look ihrer Stop-Motion-Filme, ohne dies jedoch auf zwanghafte Weise zu übertreiben.
Man merkt dem Film jedoch an, dass hier echte Experten des Trickfilms am Werk waren. Der Film verzichtet gänzlich auf unnötige Effekte, wichtiger sind die Charakterisierungen und das Storytelling. Und wie von Wallace & Gromit gewohnt, zündet der Film regelmäßig wahre Feuerwerke an Gags ab, viel erinnert an den wilden Anarchohumor der Kurzfilme.

Um das Ganze abzurunden, erzählt man auch eine Geschichte: die Hausratte XX wird von einer anderen eindringenden Ratte in die Kanalisation gespült. Nun versucht er alles dranzusetzen, wieder zurück in sein Heim nach Kensington zu kommen.

Der Film schafft zu jeder Zeit die richtige Balance zwischen dem Erzählen der Story, und der Nummernrevue, hinzu kommen skurrile Charaktere wie eine französischer Ninjafrosch sowie Anspielungen wie britische Eigenheiten. Der Film wurde zwar in den USA produziert, trotzdem steht er ganz in der Tradition der anderen Filme seiner Schöpfer. Das einzige Zugeständnis waren wohl die Sprecher im Original (u. a. Wolverine-Darsteller Hugh Jackman), ansonsten hielt sich der Einfluss der amerikanischen Produzenten dankenswerter Weise in Grenzen.

Donnerstag, 15. März 2007

Sin City Band 6 - Bräute, Bier und blaue Bohnen

SinCity6

Sin City, das sind Frank Millers meisterhaft in stark stilisierten, schwarz-weißen Zeichnungen erzählte Geschichten aus einer Stadt, gegen die Gotham City wirkt, wie als hätte man dort noch nie das Wort Kriminalität gehört.

Der sechste Band der Neuauflage ist, im Gegensatz zu den Vorbänden, eine Sammlung von Kurzgeschichten Millers, entstanden zu verschiedenen Zeitpunkten und in unterschiedlicher Länge. Leider auch in höchst unterschiedlicher Qualität.

Die erste Story, Ein ganz normaler Samstagabend, bringt uns die Rückkehr der Hauptfigur aus dem ersten Band, Marv. Die Geschichte ist die beste des gesamten Buches, hier schafft es Miller, auch durch den bereits bekannten Charakter, vollkommen das Sin City Feeling herüber zu bekommen.

Denn die kurze Dauer der Geschichte ist auch genau das, woran sie kranken. Miller hat einfach nicht die Zeit, die für ihn üblichen Atmosphären aufzubauen, die Charaktere uns näher zu bringen, sie uns verabscheuen, gleichzeitig aber auch faszinieren zu lassen. Dies wird ganz besonders bei der Blue Eyes deutlich. Eine interessante Figur, die da aufgebaut wird, und in zwei weiteren Shortstories auch wiederkehrt - trotzdem hat man irgendwie das Gefühl, da wäre Potential für mehr.

Einige Geschichten sind nette Fingerübungen, interessant weil sie uns bereits bekannte Figuren wieder sehen lassen, z. B. in Fat Man und Little Boy die beiden Gangster Mr. Klump und Mr. Shlubb. Oder auch durch eine nette Pointe, wie Daddys kleines Mädchen.

Der große Wurf wie die anderen Sin City Bände ist der sechste aber nicht geworden. Da der siebte auch nur Short Stories enthält, bleibt nur zu hoffen, dass sich Miller irgendwann wieder an seinen Zeichentisch setzt und uns mit einem neuen Meisterwerk aus der sündigen Stadt erfreut.

Mittwoch, 14. März 2007

Pommes & Co bei McDonalds

Woher kommt es eigentlich, dass wenn man bei McDonalds Pommes bestellt, immer genau ein Country Potatoe mit dabei ist. Umgekehrt dann genau ein Pommes. Das gleiche jetzt, als ich die neuen Curly Fries ausprobiert habe (übrigens lecker). Auch hier war genau eine Pommes in der Tüte...

Dienstag, 13. März 2007

Arthur und die Minimoys

minimoys

Luc Besson hat mit Das Fünfte Element nicht nur einen meiner Lieblingsfilme geschaffen, sondern auch einen der, zumindest meiner Meinung nach, besten Filme der 90er Jahre. Die fantasievoll erzählte Geschichte zog mich in den Bann, vor allem durch das Spiel mit vielfältigen Motiven und die brillante Verknüpfung von Bild, Wort und Musik.
Besson bewies mit seinen Filmen immer wieder eine große Vielseitigkeit. Spannende Thriller wie Leon,großartige SF, aber auch Actionskomödien wie Taxi Taxi gehören zu seinem Schaffenswerk. Mit Arthur und die Minimoys kam jetzt noch ein Animationsfilm hinzu.

Es ist jedoch kein reiner Animationsfilm, sondern ein Mischwerk aus Real- und Trickfilmszenen.

Der achtjährige Arthur lebt mit seiner Großmutter (eindeutig zu jung: Mia Farrow) auf einer Farm im Amerika der 60er Jahre. Als das Grundstück gepfändet werden soll, macht er sich auf die Suche nach einem Schatz, den sein Großvater im Garten versteckt haben soll. Dabei stößt er auf das winzige Volk der Minimoys.

Während die Rahmenhandlung wohl ein Zugeständnis an das amerikanische Publikum ist, und eher Vorhersehbar herüber kommt, ist der Animationsteil angenehmerweise deutlich besser geworden. Die Handlung wird deutlich flotter, mit viel Witz und Liebe zum Datail erzählt.
Es entsteht eine eigene Welt, die in sich stimmig wirkt, ohne dass man von einem ganzen Universum gleich erschlagen wird.

Mit dem Film ist Luc Besson ein neues kleines Meisterwerk gelungen. Die Rahmenhandlung kann man als Hommage an den typischen Disneyfilm der 60er Jahre werten, die CGi-Handlung wiederum wiegt das alles doppelt auf. Großartiges Kino.

Sonntag, 11. März 2007

Bamberg gegen Ulm

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Letzten Spätsommer und im Herbst habe ich mehrmals über den Umbau der Bamberger Jako-Arena berichtet. Als ich dann allerdings wirklich denn mal in der relativ fertig umgebauten Halle beim Basketball war (gegen Frankfurt), kam ich jedoch nicht zum Bloggen.

Aus Zeitgründen war denn gestern auch mein erstes Livespiel in 2007. Im Nachhinein bin ich doch ganz froh, dass ich mich gegen eine Dauerkarte entschieden habe.

Ich denke, mittlerweile kann man auch wirklich sagen, die Halle ist so gut wie fertig. Zugegeben, ein paar Details fehlen hier und da noch, aber ab einer gewissen Gebäudegröße ist sowas sowieso ein wenig ein fließender Prozess, wo ständig hier und dort etwas aus- und verbessert werden muss.

Zusätzlich zur neuen Nordtribüne und den Logen wurde ein Videowürfel in die Halle eingebaut, außerdem die Tonanlage verbessert. Endlich versteht man auch auf der Südtribüne etwas von den Durchsagen. Überhaupt, war die Umwandlung der Zusatztribüne in eine richtige Stehtribüne eine absolute Verbesserung. Etwas blöde ist dadurch dann aber, dass der Fanclub mit dem Stehblock am anderen Ende der Halle ist, und die große neue Nord den Gästeblock beinhaltet.

Der größte Verbesserungsvorschlag meinerseits wäre eigentlich nur noch, die analogen Anzeigen auf der Seite irgendwie in den Videowürfel zu integrieren, so wie es in Nürnberg auch ist.

Insgesamt ist die JakoArena durch den Umbau deutlich verbessert worden. Mehr Platz im Umlauf, viele Verbesserungen bei Details wie der endlich geschaffene eigene Zugang zur Südtribüne. Ich habe zu anderen Hallen wenig Vergleichsmöglichkeiten, aber ich denke, Bamberg dürfte damit zu der Top10 in Deutschland gehören.

Das Spiel war vom Ergebnis her ein relativ deutlicher Sieg für die Bamberger gegen Ulm: 79:67. In der ersten Halbzeit war Bamberg auch deutlich überlegen, nach der Pause kamen die Ulmer jedoch mit breiter Brust zurück und starteten eine kleine Aufholjagd. Bei den Ulmern spürte man deutlich, dass sie mit viel Einsatzwillen am Werk waren, während Bamberg sich zwischenzeitlich für das Spitzenspiel gegen Bremerhaven am kommenden Mittwoch schonte.

Am Besten gefallen hat mir von den Bamberger Spielern Casey Jacobson. Der Mann hat eine grandiose Spielübersicht. Aber auch Rückkehrer Steffen Hamann und Darren Fenn stachen für mich deutlich heraus.

Großes Kompliment an die ca. 200 Ulmer Fans, die auf sehr viel Stimmung gemacht haben und sich sehr fair verhalten haben. Ich denke mal, die Plätze auf der Nordtribüne waren für sie auch durchaus okay, auch wenn vielleicht der Stehblock unter der Nord als echter Gästeblock noch besser wäre.

Zum Schluss noch eine Bitte an den Verantwortlichen am DJ-Pult. Wenn gerade Stimmung ist, könnte man diese nervigen Zwischeneinspielungen bleiben lassen. Die sind dann nämlich ein echter Stimmungskiller.

jakoarena9 jakoarena8

Freitag, 9. März 2007

The Good German

GoodGerman

Eine Zusammenarbeit von Steven Sonderbergh und George Clooney ist fast schon normal. Wird ein neues Projekt von Sonderbergh angekündigt, erwartet man automatisch von Clooney auf der Castliste, umgekehrt, taucht ein neuer Film des Schauspielers in den Schaukästen auf, sucht man beim Namen des Regisseurs oder zumindest des Produzenten bereits nach Sonderbergh. Herausgekommen sind dabei Mainstreamwerke wie Oceans Eleven und Oceans Twelve, aber auch Filme wie Solaris.

Die Zusammenarbeit scheint zu funktionieren, auch bei The Good German schafft es Clooney wieder gekonnt, seine Rolle auszufüllen. Aber anders als normal, ist es hier gar nicht gewünscht, dass der Zuschauer das Gefühl bekommt, die Figur zu sehen. Denn Sonderbergh wollte einen Film im Stil der 40er Jahre drehen.

Und so setzte er Kameras mit der damaligen Technik ein, schwarzweiß, nicht fokussierbar, arbeitete mit der damals üblichen Licht-Schatten-Beleuchtung und auch bei Kamerabewegungen orientierte er sich am damaligen Stil. Schlussendlich ließ er noch digitial in den Film Verbrauchsspuren bringen. Sogar wackelige Rückprojektionen, Zwischenszenen, die ganz anders gefilmt sind, und Matte-Paintings baute er ein.

Bei den Schauspielern engagierte er neben dem obligatorischen Clooney mit Cate Blanchett eine Darstellerin, die genau in das Rollenbild der damaligen weiblichen Stars passt. Beiden gelingt es auf großartige Weise, ihren Rollen auszufüllen, genau im damaligen Stil, bei dem der Star eben der Star blieb und nicht gänzlich in seiner Rolle aufgeht.

Leider nur, kann das Drehbuch nicht die großen Erwartungen, die die technische Seite des Filmes und die Namen der Beteiligten aufbauen, halten. Es wirkt, wie als wäre das Skript nur ein Vorwand gewesen, den Film an sich zu drehen, ohne groß über die Qualität der Handlung nachzudenken.

Schade auch ein wenig, dass man bei der deutschen Bearbeitung nicht auch so liebevoll einige Dinge eingebaut hat. Die Untertitel sehen zu modern aus, ganz anders als die im Orginal.

Der Film kommt einem vor wie als hätten alle Beteiligten zwar einen heiden Spaß bei der Reise zurück in die Vergangenheit der Filmindustrie gehabt, dabei jedoch die Story ein wenig arg vernachlässigt, ohne dass man den Film jetzt besonders schlecht oder besonders gut finden kann.

Sonntag, 4. März 2007

Ghost Rider

Ghostrider

Zugegebenermaßen von Ghost Rider weiß ich nicht so viel, die Comicserie wurde ja auch nicht wirklich in Deutschland veröffentlich. Ein paar Backups möglicherweise und wohl auch die eine oder andere Geschichte im Rahmen eines Crossovers. Von der Optik her, ein brennender Totenschädel, dürfte er aber zu den im warsten Sinne des Worte heißeren Charakteren gehören.

Eine Verfilmung mit Comicfan Nicolas Cage ist gefühle Jahrzehnte bereits in Planung. Umgesetzt wurde sie von Regisseur Mark Steven Johnson, der damals in meinen Augen die Daredevil-Verfilmung ziemlich vermiest hat, obwohl er mit Ben Affleck eine Traumbesetzung hatte. Was da Kevin Smith hätte rausholen können...

Mark Steven Johnson mag ein Comicfan und auch -kenner sein - jedoch fehlt ihm das Gespür dafür, einen Stoff richtig auf die Leinwand zu bringen. Genau das, was die Verfilmungen der Herren Sam Raimi und Bryan Singer (wenn man von Superman mal absieht) auszeichnet.

Denn auch Ghost Rider verfängt sich lieber in irgendwelchen todernst erzähltenen Metaphysischem Blabla. Hierbei erinnert das immer wieder an die Daredevil-Verfilmung und den Spawn-Movie. Dabei hatte Johnson auch hier sehr gute Voraussetzungen: oppulentes Budget, erstklassige Special-Effects, tolle Sets sowie vor allem einen extrem gut aufgelegten Hauptdarsteller, sichtlich mit einem heiden Spaß dabei.

Comicverfilmungen sind halt ein ganz schweres Ding, vor allem bei Superhelden. Auf einen Guten kommen mehrere mittelmäßig und einige schlechte.

Das Positivste an dem Film war der Trailer davor für Spider-Man 3...

Montag, 26. Februar 2007

Hitman: Wer wagt, gewinnt

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Als allererstes fällt bei der Fortsetzung der Hitman-Reihe natürlich der Verlagswechsel auf, der zu diesem Zeitpunkt erfolgt ist. Dino musste sämtliche DC-Reihen einstellen und gab die Lizenzen zurück an den US-Verlag. Panini, die bereits die Marvel und einige Image-Rechte hatten, schlugen zu und begannen die Comics um Superman, Batman & Co. zu veröffentlichen.

Größter Unterschied ist wohl, dass Panini aus Kostengründen auf das teure Handlettering verzichtete. Glücklicherweise wählte man jedoch keinen der 08/15-Standardfonts, sondern eien Schrift, die der von Hartmut Klotzbücher ähnelt. Für die Übersetzung sorgte hingegen wieder Christian Heiss. Und auch von der Aufmachung orierentierte man sich an Dino, inklusive des üblichen Weichei-Spruches auf der Rückseite ("Nix für Pflaster-Nicht-Abziehen-Könner").

Autor Garth Ennis setzt seine großartige Reihe auf die gewohnte Weise fort. Er setzt weiterhin auf das Rezept, Geschichten über etliche Ausgaben vorzubereiten, in kurzen Szenen Dinge vorzubereiten, die etliche Hefte später wichtig werden. In der Story Zentausend Kugeln erzählen Tommy und Nat von einer Begebenheit während ihrer Zeit bei den Marines, als sie versehentlich Mitglieder einer britischen Spezialeinheit durch Friendly Fire eleminieren. Mittlerweile ist diese Spezialeinheit den beiden auf die Schliche gekommen und will sich für diese Geschichte revanschieren.

Interessant auch, dass Ennis Geschichten nicht mit dem Ende des Mehrteilers abschließt. Die Auswirkungen sind auch in den folgenden Heften noch zu spüren, damit erreicht Ennis eine Geschlossenheit und Kontinuität, die ich bei etlichen Serien immer wieder mal vermisse.

Sonntag, 25. Februar 2007

Handball EHF Champions League auf Eurosport

Seit dem Herbst wird die EHF Champions League jetzt schon auf Eurosport und Eurosport 2 übertragen. Vornehmlich natürlich die Spiele der deutschen Mannschaften, aber endlich wird die Königsklasse im Handball stärker im deutschen Fernsehen gezeigt. Und das auch noch in einer Qualität und Quantität die sich sehen lassen kann.

Handball ist für mich neben Basketball der einzige Mannschaftssport den ich selbst gespielt habe (Basketball heute noch, allerdings nicht im Spielbetrieb). Daher habe ich einen gewissen Bezug dazu und kenne mich auch in den Regeln aus. Hinzu kommt, dass meine Mutter viele Jahre gespielt hat und ich somit als Kind unzählige Spiele gesehen habe.

Gleichzeitig sind etliche der spannendsten Sportmomente für mich der letzten Jahre im Handball gewesen, sei es das Viertelfinale gegen Spanien bei den Olympischen Spielen 2004 oder das Halbfinale der EHF Champions League im gleichen Jahr zwischen Magdeburg und Flensburg, bei dem Magdeburg zwar einen zehn Tore Rückstand aus dem Hinspiel aufholen konnte, jedoch Flensburg mehr Tore auswärts geworfen hatte und somit weiter kam.

Eben jene Champions League wurde jahrelang nur von den dritten Programmen der ARD gezeigt. Und dann auch noch versteckt am Wochenende nachmittags. Nicht gerade der Termin, um einen Wettbewerb TV-gerecht zu etablieren.

Doch dank Eurosport und seinen Pay-TV Ableger Eurosport 2 wurde jetzt der Donnerstag zum Handballtag. In der Vorrunde zeigte man meist zwei Spiele mit deutscher Beteiligung live, ein weiteres wurde am Wochenende als Aufzeichnung nachgereicht. Oder sogar mal live, teilweise bekam man sogar Spiele ohne deutsche Beteiligung zu sehen.

Auf der technischen Seite musste man natürlich als Zuschauer ein wenig Abstriche machen. Denn wenn die Dritten mal übertragen haben, dann fuhren sie das komplette Programm mit vielen Kamerapositionen, fernsteuerbaren Kameras (teilweise sogar an der Decke) usw. auf. Eurosport musste natürlich um rentabel zu arbeiten hier abspecken, aber man gab sich Mühe, durch einen geschickten Schnitt das nicht allzu auffällig zu machen.

Natürlich gibt es auch Ausnahmen, wo Eurosport auf die Bilder anderer Hostbroadcaster zurückgreifen kann, die mehr Kameras einsetzen. Allerdings gab es dort auch etwas unrühmliche Ausnahmen, wie so manche Übertragung aus Spanien, wo Schnitt und Kameraführung ziemlich übel waren.

Die Kommentatoren sind gut gewählt, fachkundig, oftmals setzte man sogar auf Doppelkommentierung. Geschickter Schachzug hierbei war, dass man als Experten den Bundestrainer Heiner Brand verpflichten konnte, der nicht nur sachkundig ist, sondern auch sehr gut erklären kann. Mein einziger Wunsch wäre noch, wenn man dem Mann in Zukunft noch einen Graphiktablett geben würde, ich traue ihm zu, dass er es sinnvoll einsetzen kann.

Auch die EHF hat einige gute Entscheidungen getroffen. So müssen alle Spielorte den gleichen Spielboden einsetzen, wodurch Fremdmarkierungen anderer Sportarten nicht mehr stören. Hinzu kommt, dass das blau ein recht angenehmer Farbton ist (ich denke da mit Grauen an die letztjährige EM, oder den grünen Boden der Olympiahalle). Auch hat man offensichtlich LED-Banden verboten, jedenfalls hat sich dieser nervige Trend aus anderen Sportarten angenehmerweise bislang im Handball noch nicht durchgesetzt.

Netterweise tut den deutschen Vereinen die verstärkte Übertragung der EHF CL offenbar gut. Denn alle drei Vertreter sind noch dabei und haben nach den Hinspielen allesamt noch exzellente Chancen auf ein Weiterkommen:

SG Flensburg-Handewitt hatte mit dem FC Barcelona das in meinen Augen schwerste Los der drei bekommen. Hinzu kommt, dass man das Rückspiel in Spanien spieen muss. Allerdings schickte man die Basken mit einem 31:21 nach Hause, ein Vorsprung der für das Rückspiel reichen dürfte.

Der THW Kiel verlor zwar sein Spiel in Veszprem, allerdings sind drei Tore Unterschied normalerweise kein Problem für das Rückspiel in der Ostseehalle.

Die beste Ausgangsbasis hat der Vfl Gummersbach die ihr Hinspiel in Spanien mit einem Unentschieden beenden konnten. Das Rückspiel wird übrigens in der Köln-Arena stattfinden.

Absolut glücklich war dann noch, dass mit Portland und Ciudad Real zwei spanische Vertreter aufeinander treffen und somit im Best Case es wohl diesmal nicht zur in den letzten Jahren in der Königsklasse üblichen spanischen Dominierung der Halbfinals kommt.

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